Mountainbike-Sportler der Extraklasse in Graz

Stattegg, vor den Toren der steirischen Landeshauptstadt, war zum ersten Mal Austragungsort der Mountainbike Marathon WM. Am 23. August kämpften die besten Marathon-Mountainbiker der Welt um die begehrten Medaillen. Teilnehmer aus 35 Nationen waren in die Steiermark gereist.

Im Start- und Zielbereich in Stattegg herrschte Volksfeststimmung mit Grillwürstel, Schnitzel und Bier. Olympiasieger, Weltmeister und Europameister drängten sich nebeneinander. Ein Spektakel war vorprogrammiert. Da es am Vortag stark geregnet hatte, waren die 104 Kilometer lange Herren- und die 84 Kilometer lange Damenstrecke alles andere als einfach zu befahren. Es ging über Wiesen, durch Wälder bergauf und bergab. Die größte Herausforderung dabei: der Anstieg auf und die anschließende Abfahrt vom Grazer Hausberg, dem Schöckl. Bei dem einen oder anderen stellte sich im Ziel die Frage ein, wer mehr paniert war, der Fahrer selbst oder das Schnitzel auf seinem Teller.

Es entwickelten sich spannende Rennen. Zunächst sah es nach einem klaren Start-Ziel-Sieg für Titelverteidiger Roel Paulissen aus Belgien aus, doch der Österreicher Alban Lakata nahm die Verfolgung auf. Schlussendlich konnte sich Paulissen nach über 4,5 Stunden mit 50 Sekunden Vorsprung ins Ziel retten. Hinter Lakata landete der Schweizer Christoph Sauser auf dem dritten Platz.

Sehr eng war die Entscheidung bei den Damen. Von Beginn an setzte sich eine vierköpfige Spitzengruppe vom restlichen Feld ab. Darunter drei Schweizerinnen und die deutsche Olympiasiegerin von Peking Sabine Spitz. Nach hart umkämpften 84 Kilometern konnte sich die Deutsche Spitz um 1,7 Sekunden vor Esther Süss und Petra Henzi durchsetzen.

Die Steiermark gilt seit Jahren als das Radland Österreichs und hat sich mittlerweile auch einen Namen in der jungen Mountainbike Szene gemacht. Sei es durch den Mountainbike Weltcup in Schladming – vom 18. bis 20. September 2009 auf der Planai –  oder durch die Europameisterschaft vor mittlerweile sechs Jahren in Stattegg. Es bleibt zu hoffen, dass solche Top-Events wie die WM im August in Zukunft noch mehr begeisterte Zuschauer anlocken.

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